Aktinische Keratose

Eine mögliche Vorstufe von Hautkrebs

Die aktinische Keratose, auch Licht-Keratose (von altgriechisch ἀκτίς aktis, deutsch ‚Strahl‘, aktinisch: durch Strahlung hervorgerufen; und von altgriechisch κέρας kéras, deutsch ‚Horn‘) ist eine lichtbedingte Hautveränderung. Es handelt sich um eine durch langjährige intensive Einwirkung von Sonnenlicht (UV-Strahlung) verursachte chronische Schädigung der verhornten Oberhaut, typischerweise mit rötlichen, fest haftenden Schuppen auf der Haut. Die Hautschädigung schreitet nur langsam fort, kann aber nach Jahren in eine bestimmte Form des Hautkrebses übergehen. Sie tritt vor allem bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte auf. Vorwiegend an Stellen, die besonders häufig dem Sonnenlicht ungeschützt ausgesetzt waren. Vornehmlich sind dies Gesicht, Handrücken, Stirn, Glatze, Nase, Ohr, aber auch Unterarme und Dekolleté.

Eine Aktinische Keratose ist also eine mögliche Vorstufe von Hautkrebs, aber: Sie wird nicht automatisch zu Krebs – und vor allem nicht bei jedem Menschen.

Wie lange dauert die Entwicklung?

Das lässt sich nicht exakt vorhersagen. Wenn sich eine aktinische Keratose zu einem Plattenepithelkarzinom (weißer Hautkrebs) entwickelt, dann passiert das meist:

  • über mehrere Jahre (oft 5–10 Jahre oder länger)
  • manchmal auch schneller, besonders bei geschwächtem Immunsystem oder starker UV-Belastung

Wie hoch ist das Risiko?

  • Pro einzelne Läsion: etwa <1 % pro Jahr
  • Bei vielen aktinischen Keratosen steigt das Gesamtrisiko deutlich

Wichtige Punkte

  • Manche aktinische Keratosen bleiben stabil oder verschwinden sogar wieder
  • Andere können sich langsam verändern
  • Es ist nicht möglich, sicher vorherzusagen, welche sich bösartig entwickeln

Wann solltest du handeln?

Unbedingt ärztlich abklären (Hautarzt), wenn:

  • die Stelle schnell wächst
  • blutet, schmerzt oder verhärtet
  • sich Form oder Farbe verändert

Empfehlung

Weil man nicht weiß, welche Läsion gefährlich wird, empfehlen Dermatologen meist eine frühe Behandlung oder regelmäßige Kontrolle.


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