Ewig jung!
Pfingstmontag in Salzburg: Die wunderbare österreichische Lautenistin und Barockharfenistin, Dirigentin, Arrangeurin und Komponistin Christina Pluhar zählt zu den innovativsten Musikerinnen der Alte-Musik-Szene und hält mit ihrem grandiosen Ensemble L´ Arpeggiata alte Musik ewig jung.

Applaus, Standing Ovations und zwei Zugaben in der Felsenreitschule am 25. Mai 2026.
Eine musikalische Reise auf den Spuren von Odysseus, Arion und Tancredi mit Werken von Cavalli (*1602), Durón (*1660), Schürmann (*1672), Ghizzolo (*1580), Monteverdi (*1567) u. a. – Bei den Geburtsdaten der Komponisten kann einem ganz schwindelig werden.
ÜBERS MEER
Abenteuer und Schicksalsreisen — oft beginnen sie mit einer Fahrt über das Meer. Das war in der Antike wie im Mittelalter so und gilt auch für die jüngste Zeit. Diese musikalische Reise führt über das Mittelmeer, den Schauplatz unglaublicher Geschichten und Inspiration für unzählige Kompositionen: Odysseus’ Abenteuer etwa — als er nach dem Sieg über Troja zehn Jahre über das Wasser irrte und ihn die Zauberin Kirke, die einäugigen Kyklopen und die verführerischen Sirenen auf dem Weg nach Hause aufzuhalten versuchten — beschäftigten Barockkomponisten wie Claudio Monteverdi und Giovanni Ghizzolo.
Von hilfreichen Delfinen berichtet die Legende um den griechischen Sänger und Dichter Arion. Er war als Sieger aus einem Sängerwettstreit auf Sizilien hervorgegangen, das Preisgeld kostete ihn auf der Heimfahrt jedoch beinahe sein Leben. Der aus Salamanca stammende Komponist Diego Pisador würdigte die zur Rettung eilenden Delfine in einem seiner Renaissance-Lieder. Über das Mittelmeer kamen im Jahr 1099 die Kreuzritter aus dem Westen, um Jerusalem einzunehmen. Monteverdis hochdramatisches Madrigal erzählt vom tragischen und tödlichen Duell zwischen den beiden Liebenden, dem Kreuzritter Tancredi und der Sarazenin Clorinda, die aufeinandertreffen, ohne sich zu erkennen.
Text und Quelle: Salzburger Festspiele
Über Christina Pluhar
