Gedächtnisverlust – Das hast Du doch gerade schon erzählt!

Wer von uns Alten hat das noch nicht gehört? Wer hat das in Bezug auf seine Eltern nicht ebenso erlebt? Innerhalb der Familie mag es vielleicht nur nervig sein, aber im professionellen Umgang mit Menschen ist es eher peinlich. Hilflose Frage: habe ich das eventuell schon mal erzählt?

Hinzu kommt, dass im Alter meistens der Erlebensraum kleiner wird. Dadurch erzählen viele Alten eher aus der Vergangenheit als aus dem Jetzt, geschweige denn von ihren Plänen etc. Doch diese Geschichten der Vergangenheit wiederholen sich. Also einmal eine Frage des Kurzzeitgedächtnisses, dann das Langzeitgedächtnis, das es einem trotzdem nicht erspart, zu vergessen, dass man sich schon wieder einmal wiederholt hat.

Gedächtnisverlust, Verlust der kognitiven Leistung mag so normal sein, wie Verlust der Muskelmasse, der Libido, der Potenz, der Kondition etc. Schon mal einen Enkel beim Fußballspielen erlebt? In der Regel kann man da nicht mehr mithalten.

Der Übergang von einem normalen Gedächtnisverlust zur Demenz (in 80% der Fälle einer Demenz handelt es sich eine Alzheimer Demenz, kurz nur Alzheimer) ist schleichend. Sobald man den Gedächtnisverlust überbewertet und sogar Angst davor bekommt, stellt sich schnell eine Depression ein, die den Abbau der geistigen Kräfte umso mehr befeuert. Daher ist in den Fällen eine Behandlung der Depression sinnvoll.