Neuropathologie der Alzheimer-Krankheit

Plasma-Biomarker und kognitive Funktionen im mittleren Lebensalter

Bevölkerungsbasierte Kohortenstudie wurde in The Lancet publiziert

Die Neuropathologie der Alzheimer-Krankheit, die durch die Anreicherung von Amyloid-β (Aβ) und phosphoryliertem Tau (p-Tau) gekennzeichnet ist, wurde bislang vor allem anhand von Biomarkern in klinischen Proben älterer Erwachsener untersucht. Weniger bekannt ist hingegen, welche Plasma-Biomarker für die Neuropathologie der Alzheimer-Krankheit vorliegen und in welchem Zusammenhang diese mit kognitiven Befunden im mittleren Lebensalter in verschiedenen bevölkerungsbasierten Stichproben stehen. Ziel war es, diese Wissenslücken zu schließen.

Die Neuropathologie der Alzheimer-Krankheit tritt im mittleren Lebensalter relativ selten auf, ist jedoch mit einer schlechteren kognitiven Leistungsfähigkeit und einem beschleunigten Leistungsabfall verbunden und könnte bei bestimmten Bevölkerungsgruppen einen stärkeren Zusammenhang aufweisen. Die frühzeitige Erkennung der Neuropathologie der Alzheimer-Krankheit mithilfe von Plasma-Biomarkern könnte eine rechtzeitige Prävention und Intervention bei Erwachsenen im mittleren Lebensalter ermöglichen, einschließlich Risikominderung und medikamentöser Therapien.

Das in der Studie verwendete Verfahren Lumipulse® G1200 ist im Mai 2025 von der US-amerikanischen Behörde FDA für die Frühdiagnostik von Alzheimer aus Blutplasmaproben zugelassen worden.

Quelle: Alzheimer’s disease neuropathology plasma biomarkers and cognition in midlife: a community-based cohort study